"Mit äußerster zeichnerischer Akribie und Präzision setzt Krafft seine Luftschiffe in Szene...; doch ist es nicht die Technikverliebtheit, die solche Bilder erzeugt, im Gegenteil; die fliegenden Objekte gewinnen skulpturale Dimensionen, erfahren kaum merkliche Metamorphosen...; gestrandet in der Unendlichkeit der Utopie."

"Die Flugmaschinen lenken den Blick auf die Landschaft, in der sie entweder gefangen oder angekommen sind - oder aus der sie ausbrechen wollen; das sind nun keine Landschaften im realistischen Sinne, sondern unwirkliche Welten, deren Pfade sich im ungewissen verlieren..."

"Bei Karl-Georg Kraffts Arbeiten handelt es sich um Traumlandschaften; Jules Verne lässt hier grüßen, aber auch Edgar Allen Poe, der Meister aller verlorenden Paradiese und unheimlich-verlockenden Gegenwelten; Welten; die Poe selber folgendermaßen beschreibt: "Alles, was wir sehn und scheinen, ist nur ein Traum in einem Traum.""

"Die ganz neuen Arbeiten Kraffts kombinieren verschiedene Aspekte dieser Zeichen, es sind Bilderbögen, Collagen aus winzigen Aquarellen, Zeichnungen, Luftpostbrief-Schnipsel, Fragmente aus technischen Lehrbüchern, die in verschiedenen Schichten sozusagen die Sedimente kollektiver Menschheit-Sehnsüchte bewahren, Fenster in Zeit und Raum, die der Betrachter allerdings selber deuten muss..."

Dr. Monika Willer

" Karl-Georg Krafft zeigt Bilder, die er "Traumreste" nennt..., kleine Bilder, die an alte Postkarten oder Fotos erinnern. Die Menschen auf ihnen sind zu dunklen Flächen geworden. Oft posieren sie vor Landschaften wie auf alten Erinnerungsbildern. Immer wieder tauchen aber auch Vögel und Flugapparate in den Bildern auf.

Schaut man sie länger an, so scheinen sie Geschichten zu erzählen..."

Falko Herlemann in der WAZ 2016

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